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Die Bedeutung

Heutzutage wird Europa ernstlich von dem globalen wirtschaftlichen Rückgang gequält, nicht vergleichbar mit all dem, was man in den letzten Jahrzehnten gesehen hatte, und mit unvorhersehbaren Konsequenzen. Um sich von den Wellen der Wirtschaftskrise abzuschirmen, um durchzuhalten und um dessen Führungsposition im Weltgeschehen zu stärken, benötigt Europa proaktives Handeln und sinnvolle Entscheidungen. Technologische Neuerung, effiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden menschlichen und materiellen Ressourcen, verbesserte Arbeitsleistungen bis einschließlich Verhaltensänderungen und bessere Ausbildung, dies sind grundlegende Bestandteile für die Entstehung erfolgreicher Verfahren und Strategien. Darüber hinaus liefern offensichtliche Umwelt- und Nachhaltigkeitsbetrachtungen Argumente für Handlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Vorantreiben der kohlenstoffarmen Wirtschaft. Die "20 20 in 2020" - Ziele (in anderen Worten 20% Reduktion in den Treibhausgasen und 20% Anteil an erneuerbaren Energien im EU-Energie-Verbrauch in 2020) erfordern instrumentierte Bestrebungen zur Verbesserung der Energieeffizienz in allen Sektoren und Erhöhung der Durchdringung der Quellen für erneuerbare Energien. Der Gebäude-Sektor macht 40% des gesamten Energieverbrauchs aus und es ist weitgehend anerkannt, dass es nicht ausgeschöpftes Potenzial im Bereich der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbaren Energien gibt. Um dieses Potenzial auszuschöpfen werden neue Denkansätze benötigt, die bestehende Technologien herausfordern und über die "State-of-the-art"-Technologien hinausgehen.

Im Projekt PEBBLE wird ein ICT-basiertes Tool entwickelt, um die Steuerung der EPB's und der "energie-effizienten" Gebäude im Allgemeinen zu unterstützen. Um die Probleme, die entstehen könnten, zu veranschaulichen, betrachte man das folgende Beispiel: Das Vorhandensein der Quellen für die Erzeugung erneuerbarer Energien stellt eine Herausforderung für die "Erzeugung-Verbrauchs-Anpassung" dar, bedingt durch die atypische Verfügbarkeit der Energie. PEBBLE ist ein automatisches Entscheidungstool, das eine voraussagende, nicht-kurzsichtige Steuerung und eine Verbesserungsmethodik benutzt, indem es das thermische Simulationsmodell des gesamten Gebäudes benutzt, um das Gebäude und dessen Subsysteme zu repräsentieren, und welches fähig ist, "beinahe optimale" Entscheidungen bezüglich der Steuerung des Gebäudes und dessen Subsysteme zu treffen, um die Wirkung zu maximieren und eine effiziente Nutzung der Energie zu erreichen. Bei PEBBLE geht es nicht nur um verbesserte Energieeffizienz oder die Anpassung der Erzeugung und des Verbrauchs, vielmehr geht es um die harmonische und äußerst effektive Nutzung aller im Gebäude installierten Systeme, während menschliche Faktoren berücksichtigt und die Entscheidungen in (beinahe) Echtzeit angeglichen werden, sobald Unsicherheiten auftreten. Die ganzheitliche Betrachtungsweise des PEBBLE, die mit dem Potenzial der äußerst effektiven und harmonischen Nutzung aller verfügbaren Ressourcen einhergeht, macht es zu einem ICT-basierten "Ermöglicher" (auch: Treiber) der Energieeffizienz und mit der angemessenen Installation der erneuerbaren Quellen wird es helfen, signifikante Einsparung der Energie zu realisieren, mit dem Ziel, 30% Reduktion zu erreichen oder gar zu überschreiten. Die Nutzer des Gebäudes haben eine doppelte Sensor-Aktuator-Rolle im Rahmen des PEBBLE-Systems: Über die Benutzerschnittstellen agieren die Menschen als Sensoren, indem sie ihre Präferenzen bezüglich des thermischen Komforts dem PEBBLE-System mitteilen, und im Gegenzug gibt das PEBBLE-System Informationen zurück, mit dem Ziel, die Nutzer zu unterrichten, indem es sie mit dem Bestreben, ordnungsgemäße Entscheidungen zu treffen, beschäftigt. Dementsprechend können bestimmte Benutzerschnittstellen helfen, Energie zu konzeptualisieren (z. B. durch Beschaffung von geschickten Echtzeit- Messinformationen, oder durch Darstellung von Energieflüssen) und auf diese Weise kreiert es energiebewusste Nutzer nicht nur im Büro, sondern auch in jedem Aspekt ihres Alltages - und, in diesem Sinne, die Veränderungen im Verhalten der Gesellschaft insgesamt zu initiieren.

Eine PEBBLE-Installation erfordert die Integration etlicher Komponenten: thermische Simulationstools, um thermisches Verhalten des Systems vorhersagen zu können; die BO&C Methodik, um Entscheidungen treffen zu können; Sensoren, um den aktuellen Stand des Gebäudes auf die Modelle zu übertragen; Aktuatoren, um die von der BO&C Methodik getroffenen Entscheidungen zu übertragen; und die Benutzerschnittstellen für die Endverbraucher. Die Kommunikation zwischen der physikalischen und der Simulationsebene wird durch die Benutzerschnittstellen, Sensoren und Aktuatoren erreicht. Die Interoperabilität dieser verschiedenen Werkzeuge und die Übertragung wird erzielt durch den Einsatz von kabellosen, kompatiblen, skalierbaren

Kommunikationstechnologien, die fähig sind, Komponenten von verschiedenen Anbietern zu verwenden. Die Austauschbarkeit ist konzipiert für thermische Simulationswerkzeuge, ein Aspekt, der besonders wichtig ist für die kommerzielle Aufwertung der PEBBLE-Tools. Der Gebrauch von thermischer state-of-the-art Simulationssoftware wächst im Design und in den Pre-Implementierungs- (Zertifikations-) Phasen, diese Modelle können daraufhin im Rahmen des PEBBLE genutzt werden.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Demonstration der PEBBLE-Methodik anhand von drei wirklichen Gebäuden, die verschiedene Charakteristiken und diverse Technologien aufweisen. Im Anschluss folgt die Phase der Hypothesenprüfung, um verschiedene Szenarien zu testen, mit dem Ziel, das systematische Verständnis darüber zu entwickeln, was sich auf die energetische Leistung eines Gebäudes auswirkt und was die Balance ist zwischen angemessenem Design und guten Entscheidungen. Um Schwierigkeiten, die mit der präzisen und verifizierbaren Bewertung der Systemleistung im Zusammenhang stehen, zu mildern, führen wir den GCEI-Index ein. Dieser Index legt einen gemeinsamen Energie- (oder Kosten-) Nenner fest, der es uns erlaubt, auf der Systemebene energieeinsparende Maßnahmen zu vergleichen, und es ist sinnvollerweise errechnet mit Hilfe von den ICT-Tools, um als Teil des PEBBLE-Projekts entwickelt zu werden. Die Bewertung kann der Strategieplanung wertvolle Informationen liefern und kann außerdem zu der Analyse und zusätzlich zur Erforschung und darüber hinaus zur Verbesserung der EN15232 und EN15377 beisteuern.

Alles in allem mittels besserer Entscheidungen, Verständnis und Werkzeuge, wird das PEBBLE-Projekt die europäische industrielle und technologische Position in ICT-fähigen energie-effizienten Technologien untermauern und, noch wichtiger, zu reduziertem Energieausmaß der Wirtschaft führen.

In diesem Sinne, legt das Projekt PEBBLE unseren kleinen "Kieselstein" in die Konstruktion eines mehr wettbewerbsfähigen und zukunftsfähigen Europas.

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